Schnell zum Ziel

Rasselsteiner Auszubildende sammeln Auslandserfahrung

Andernach, 24.08.2011

Sieben angehende Mechatroniker und eine Bürokauffrau, alle Auszubildende des ThyssenKrupp-Unternehmens Rasselstein, haben die Gelegenheit bekommen, Lern- und Lebenssituationen im Ausland durch persönliche Anschauung mit ihren eigenen Erfahrungen zu vergleichen. Für drei Wochen reisten Claudia Kandzia und Alina Netz sowie Jannik Ahej, Oliver Andres, Ömer Baglan, Andreas Elzer, Thorsten Kossler und Sebastian Nußbaum zu Betrieben, berufsbildenden Schulen und Hochschuleinrichtungen nach Finnland, Rumänien beziehungsweise Indien.

Je drei junge Rasselsteiner waren zu Gast bei der finnischen Spezial-Traktoren-Fabrik Valtra und in der rumänischen Vaslui Motor Grup. „Kontakte und eingespielte Beziehungen zu den örtlichen Partnern hat uns Berufsschul-Lehrer Alfred Psutka von der Koblenzer Karl-Benz-Schule zur Verfügung gestellt“, erläutert der Rasselsteiner Ausbildungsleiter Frank Berssem. Dass zwei Auszubildende das Werk von ThyssenKrupp Electrical Steel im indischen Nashik besuchen konnten, ist ein Vorteil, den Rasselstein als Tochterunternehmen des weltweit tätigen Industriekonzerns nutzen konnte.

Zum Besuchsprogramm gehörte neben der Hospitation in den berufsbildenden Schulen und einigen Betrieben auch die Begegnung mit dem alltäglichen Leben junger Menschen in diesen Ländern. „Die indischen ThyssenKrupp-Kollegen haben uns überaus freundlich aufgenommen und intensiv begleitet“, erzählt Claudia Kandzia. „Ich war erstaunt, wie zufrieden die Rumänen wirkten, obwohl sie im Vergleich zu uns sehr wenig verdienen“, schildert Jannik Ahej, der auch die Unterschiede in der beruflichen Ausbildung beobachtete. „Leistungsorientiert und auf höchstem technischen Niveau“ hat Andreas Elzer die finnischen Gastgeber angetroffen; „zugleich sind sie wie eine einzige Familie und haben uns Vertrauen und Interesse entgegengebracht.“

Die Rasselsteiner Ausbildungsverantwortlichen bewerten den Versuch als gelungen. Frank Berssem: „Die Begeisterung der Reisenden ist ein Ansporn für die nächsten Interessenten. Und sinnvoll ist der Austausch allemal. Wer hat schon in so jungen Jahren Gelegenheit, unterschiedliche Kulturen und Arbeitswelten im Vergleich zu erleben und nebenbei noch seine Englischkenntnisse zu verbessern?“

Vor einer Wiederholung des Programms im nächsten Jahr steht zunächst ein Gegenbesuch: Drei finnische Auszubildende kommen Ende Oktober für drei Wochen als Gäste zu Rasselstein.

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